Dichter Rauch und Vermisste: Einsatzübung in Feudenheim

Dichter Rauch dringt aus dem Werkstattbereich, mehrere Personen werden vermisst und die ersten Einsatzkräfte müssen innerhalb kürzester Zeit wichtige Entscheidungen treffen: Bei einer realitätsnahen Übung trainierte die Freiwillige Feuerwehr Feudenheim das Vorgehen bei einem angenommenen Brand mit mehreren vermissten Personen.

Zu Beginn stand zunächst ein Löschfahrzeug für die ersten Einsatzmaßnahmen zur Verfügung. Die Besatzung musste die Lage erkunden, erste Prioritäten setzen und unverzüglich die Menschenrettung einleiten. Ein zweites Löschfahrzeug folgte automatisch und wurde anschließend in die Einsatzmaßnahmen eingebunden.

Unter Atemschutz gingen mehrere Trupps in den stark verrauchten Bereich vor. Bei der systematischen Suche wurden im Erdgeschoss zwei vermisste Personen gefunden. Eine davon befand sich in einem in der Werkstatt abgestellten LKW. Beide Personen wurden durch die Einsatzkräfte aus dem Gefahrenbereich gerettet.

Doch damit war die Lage noch lange nicht abgearbeitet: Im Dachgeschoss wurden weitere Personen vermisst. Die Einsatzkräfte mussten deshalb die Personensuche und Menschenrettung auf einen weiteren Gebäudebereich ausdehnen.

Die zunehmende Komplexität der Lage erforderte zusätzliche Kräfte. Nach der Beurteilung der Einsatzsituation wurde deshalb ein kompletter Löschzug mit Drehleiter und Führungsdienst nachgefordert. Genau diese taktische Entscheidung war ein wesentlicher Bestandteil des Übungsszenarios.

Wann reichen die verfügbaren Kräfte nicht mehr aus? Welche Maßnahmen haben Priorität? Wann müssen weitere Einheiten nachgefordert werden? Und wie lassen sich mehrere Atemschutztrupps und Einsatzabschnitte gleichzeitig koordinieren?

Neben der eigentlichen Menschenrettung standen daher insbesondere die taktische Lagebeurteilung, das frühzeitige Erkennen des zusätzlichen Kräftebedarfs, die Nachforderung weiterer Einheiten sowie eine klare Kommunikation und Aufgabenverteilung im Mittelpunkt der Übung.
Die starke Verrauchung und insgesamt fünf vermisste Personen sorgten für ein anspruchsvolles und praxisnahes Szenario. Gleichzeitig mussten die Einsatzkräfte die Wasserversorgung und Brandbekämpfung vorbereiten, die eingesetzten Atemschutztrupps koordinieren und die Sicherheit der Einsatzkräfte gewährleisten.

Am Ende waren alle fünf vermissten Personen gerettet: zwei Personen aus dem Erdgeschoss und drei Personen aus dem Dachgeschoss.
Eine intensive Übung, die einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig neben der praktischen Ausbildung vor allem klare Führung, gute Kommunikation und die richtigen taktischen Entscheidungen zur richtigen Zeit sind.